Die Jugendgesundheitsuntersuchung J1 soll Jugendlichen helfen, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und ihre Verantwortung für die eigene Gesundheit zu stärken. Doch in Bayern nehmen weniger als die Hälfte der 12- bis 14-Jährigen dieses Angebot wahr. Meine Anfrage zum Plenum zeigt: Viele Jugendliche kennen die J1 gar nicht – und auch Eltern und Schulen spielen bei der Aufklärung bislang nur eine begrenzte Rolle. Dabei will die Staatsregierung laut Masterplan Prävention künftig stärker auf digitale Erinnerungen und persönliche Ansprache setzen, um die Teilnahme zu erhöhen.

Meine Fragen an die Staatsregierung waren daher:

Welche konkreten Maßnahmen plant die Bayerische Staatsregierung, um den Ausbau der Prävention im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen wie im Masterplan Prävention beschrieben zu unterstützen und voranzutreiben, welche Projekte oder Programme existieren in Bayern aktuell, um die Teilnahmeraten an der J1-Untersuchung zu erhöhen (bitte unter Angabe der aktuellen Teilnehmer*innenzahl) und welche Erkenntnisse liegen der Staatsregierung über bestehende Barrieren bzw. Gründe für niedrige Teilnahmequoten bei den J1-Untersuchungen vor?

Laut der Antwort des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) auf meine Anfrage nahmen im Jahr 2022 nur 38,9 % der gesetzlich versicherten Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren an der J1-Untersuchung teil.
Eine Studie des LGL aus dem Jahr 2015 zeigt: Der häufigste Grund für die Nicht-Teilnahme ist die fehlende Bekanntheit der Untersuchung. Weitere Hindernisse sind Zeitmangel, Angst vor der Untersuchung, Desinteresse und mangelndes Bewusstsein für die eigene Gesundheit.

Die vollständige Antwort auf meine Anfrage zum Plenum finden Sie hier als PDF.

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